20.08.15

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"Vor 40 Jahren ging der Vietnamkrieg zu Ende, der die ganze Welt in Atem hielt. Die Dokumentation von Christel Fomm portraitiert das unfassbare Leid und bietet Zeitzeugenberichte, Einlassungen von Historikern und bisher unveröffentlichtes Archivmaterial.









 Vor 40 Jahren, am 1. Mai 1975, ging dieser http://Krieg.Co zu Ende, der mit dem Kriegseintritt der USA zehn Jahre zuvor zu einem Bestandteil des Kalten Krieges wurde. Er dauerte 21 Jahre lang und wurde damit zum längsten Konflikt des 20. Jahrhunderts. Und es war der erste Krieg, der über das Fernsehen und Fotoreporter bis in die Wohnzimmer vordrang - mit völlig unzensierten Bildern. Journalisten konnten sich im Kriegsgebiet frei bewegen und sogar die Strukturen der US-Army nutzen, was heute völlig undenkbar ist.
Begonnen hatte der Krieg eigentlich schon 1954, als Vietnam nach dem Ende der französischen Kolonialherrschaft längs des 17. Breitengrades in ein kommunistisches Nordvietnam und ein westlich orientiertes Südvietnam geteilt wurde. Während Ho Chi Minh in Nordvietnam - mit Hilfe von China und der UdSSR - ein kommunistisches System errichtete, regierte in Südvietnam - mit der Unterstützung der USA - der Diktator Ngo Dinh Diem. Zu den geplanten Wahlen kam es nicht, vielmehr schien die Einigung unter einer kommunistischen Regierung bevorzustehen, als Ngo Diem 1963 vom Militär ermordet wurde. 1964 griffen die Amerikaner auf Seiten Südvietnams offen in den Krieg zwischen Nord- und Südvietnam ein.
Moderne Vernichtungswaffen und chemische Kampfführung
Der Krieg wurde auf beiden Seiten erbarmungslos geführt. Die Vietkong wandten die sogenannte "Guerillatechnik" an: Sie ermordeten politische Gegner, überfielen Städte mit Granatwerfern und zogen sich in den Dschungel zurück. Die Amerikaner setzten moderne Vernichtungswaffen und chemische Kampfführung ein - der Krieg war trotz der technischen Überlegenheit der USA nicht zu gewinnen. 1969 begannen die Friedensverhandlungen aller kriegsbeteiligten Seiten in Paris, sechs Jahre später wurde Saigon, die Hauptstadt Südvietnams, erobert und später in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt. Am 2. Juli 1976 wurden Nord- und Südvietnam unter dem Namen "Sozialistische Republik Vietnam" mit der Hauptstadt Hanoi wiedervereint. Vietnam ist heute ein Einparteienstaat, in dem die Kommunistische Partei Vietnams als Einheitspartei herrscht.
Der Film von Christel Fomm (mit der sachlichen Erzählstimme von Philipp Schepmann) bietet Zeitzeugenberichte, Einlassungen von Historikern und bisher unveröffentlichtes Archivmaterial - Politiker kommen nicht zu Wort. Saigon wird porträtiert, die Vorgeschichte des Krieges erzählt, der Verlauf und sein Ende. Thematisiert werden die Teilung Vietnams; die Lüge der Amerikaner, um militärisch in Vietnam einzugreifen; der Einsatz chemischer Kampfstoffe, die Flächenbombardements, die Kriegsgräuel, die Proteste in den USA. Zu sehen sind die Gesichter einer riesigen Tragödie - so haben sich Kinder unter Gullydeckeln vor den Bomben versteckt.
"Es ging nicht um Menschen"
Besonders nahegehend sind die Erzählungen der Mutter einer vietnamesischen Soldatin, die gefallen ist - sowie Aufnahmen von aufgeschichteten Leichen. US-Kriegsveteranen berichten, wie unfassbar brutal sie vorgegangen sind: "Es ging nicht um Menschen. Wir haben Kommunisten und Schlitzaugen abgeschlachtet, und möglichst viele davon. Wir haben sie gezählt. Das war sehr wichtig", berichtet der ehemalige US-Soldat Frederic Whitehurst, der wie viele andere Soldaten traumatisiert aus dem Krieg heimkehrte - und zu Hause keineswegs als Held gefeiert wurde."




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